Kaum ein Thema wird in der Automobilbranche mehr ins Abseits gedrängt wie das Thema Elektroauto. Würfel-Minis mit einer PS-Leistung eines Mopeds und einer Reichweite bis zur nächsten Ampel kleben fest in unseren Köpfen. Unmöglich zum Transport von mehr als zwei Menschen über 20 km, sehen wir Gabelstapler und Gehwegkehrmaschinen vor unserem geistigen Auge auf- und absummen. Aber unser geliebtes Allround-Talent Auto? Nein – niemals.

Uns hat man das Denken um den Elektro-Antrieb abgewöhnt. Systematisch auf lange Sicht sind uns einfache Zusammenhänge nicht mehr bewusst. Täglich sitzen wir in vollen Strassenbahnen die ihre tonnenschwere Last ohne Probleme in jeden Stadtwinkel ziehen oder lassen uns mit bis zu 300 km/h im ICE einmal quer durch Deutschland katapultieren. Geräuschlos und fast unbemerkt rotieren Rolltreppe, Fahrsteig und Fahrstuhl im 24h Takt ohne Anlasser und Einfüllstutzen. Selbst auf dem Flughafen-Vorfeld ersetzen die ersten elektrischen Flugzeugschlepper bei Temperaturen von 14 Grad unter Null die tonnenschwere Präzisionsarbeit ihrer dröhnenden Kollegen. Alles ohne einen Tropfen Öl, Abgase und Lärm.

Aber leider scheint unser geliebtes Vierrad ein Sonderfall der Unmöglichkeit zu sein. Schier festgefressen steckt das ölende Verbrennungsherz in Motorraum. Selbst mit Beginn der grünen Umweltschutzphase konnte man es nur zu Beipass-Alternativen wie Hybrid oder der 3 Liter-Eintagsfliege bringen. Verbrennen muss er – ganz klar – und wenn nicht mit Öl dann eben mit Gas.

So. Nun stand doch noch ein kleines Logik-Problem ins Haus. Das Öl wird alle. Und da das auch fleissig in den Medien publiziert wird – damit man die Preisschraube auch kreativ hoch- und runterdrehen kann – braucht man schon jetzt eine Beruhigungstablette für die Zeit danach. Die “Brennstoffzelle” war geboren. Sie fühlt sich gut an und sie ist uns vertraut weil sie das Wort “Brennstoff” in sich trägt. Und so wird hochmotiert im 10-Jahres-Vertröstungsabstand fleissig an einer “Alternative” gebastelt, die alle Träume für eine schöne, saubere Auto-Welt vereint.

Geht man nach den Interessen der Öl-Industrie enden hier die Zukunftsaussichten mit den Worten: “Alles ok, tank weiter.

Doch ist das wirklich die wahre Geschichte vom Elektroantrieb im Auto? – Nein. Sie geht anders, ganz anders.

Wie, das zeigt diese einzigartige Dokumentation aus den USA vom Jahr 2006. Die – wie ich sagen muss – eine völlig neue Sichtweise auf das ganze Thema gibt und ganz nebenbei dokumentiert – es gab es schon – das sportliche Serien-Elektroauto auf amerikanischen Strassen. Das “GM EV1“. Mit einer breiten Fangemeinde die bis zu Hollywood-Stars wie Mel Gibson reicht. Oder Tom Hanks der dafür sogar in der Late Night Show bei David Leterman schwärmte.

Es zeigt die schockierende und wahre Geschichte des “EV1″ von General Motors und “warum das Elektroauto sterben musste“:

Quelle: YouTube: Spongomatic (kannnichtsein.com)